Pride & Prejudice

 

- Die Verfilmung 1995 -


Drehbuch     Schauspieler    Dreharbeiten     Was danach geschah   
Colin Firth Interview


Pride & Prejudice 1995

Eine BBC / A & E Network Co-Production

Produced by Sue Birtwistle

Directed by Simon Langton

Screenplay by Alan Davies

 

Wie alles begann

Der erste Teil der sechsteilige Filmadaption von Pride & Prejudice lief in der BBC am 24. September 1995. Was danach folgte nannte man auch Austenmania, Austenfieber, Austenitis oder, vielleicht die am meisten gebrauchte Umschreibung, Darcymania. Manche ältere Kommentatoren, deren Gedächtnis weit zurückgeht, meinten, dass es seit Beatlemania in den Sechzigern nichts dergleichen gegeben hatte.

Die Zuschauerzahlen erreichten bis zur letzten Folge 10 Millionen (was der gesamten englischen Bevölkerung zu Jane Austens Zeiten entspricht!) und das Video, das die BBC noch vor Ausstrahlung der letzten Episode im Fernsehen in einer Auflage von 50.000 Stück auf den Markt brachte, war innerhalb von zwei Stunden ausverkauft. Innerhalb eines Jahres wurden 200.000 Stück verkauft.

Alles begann im Herbst 1986.
Sue Birtwistle, die Produzentin von Pride & Prejudice ist eine Bewunderin von Jane Austen, seit sie mit 15 Jahren zum erstenmal ihre Romane gelesen hatte.
Sie war zu einem Preview von Northanger Abbey, einer anderen Jane Austen Verfilmung, eingeladen und traf dort den Schriftsteller Andrew Davies, mit dem sie schon mehrere Male zusammen gearbeitet hatte und der während ihrer Ausbildung am Coventry College ihr Lehrer gewesen war.

 

 


Sie schauten sich den Film zusammen an und als der Abspann über die Leinwand lief und das Licht anging sagte Sue zu Andrew Davies: 

Weißt Du, was ich gerne machen würde? Meine Version von Pride und Prejudice, eine frische, lebendige Geschichte über wirkliche Menschen und vor allem eine Geschichte über Sex und Geld, denn das ist es ja im Grunde, worum es in diesem Roman geht. Wüdest Du gerne das Drehbuch dazu schreiben?  

Andrew Davies, zu dessen Lieblingsbüchern Pride and Prejudice gehörte, sagte einfach nur: Ja!  

Bis zur tatsächlichen Realisierung des Projektes sollten dann allerdings noch ein paar Jahre vergehen...

Als freischaffende Produzentin brauchte Sue Birtwistle potentielle Geldgeber, um ihren Traum verwirklichen zu können. Also hieß es zuerst einmal Klinken putzen. Birtwistle und Davies arbeiteten drei Drehbücher aus und kamen schließlich auch zu einem Vertragsabschluss mit einer TV-Gesellschaft, doch diese bekam plötzlich kalte Füße und sprang wieder ab. Also versuchte es Sue Birtwistle bei der BBC, obwohl sie wenig Hoffnung hatte - doch zu ihrer Überraschung war man dort tatsächlich interessiert!
Mit Unterstützung der BBC und der Co-Produktion der amerikanischen Gesellschaft A & E Entertainment Network New York nahm das Projekt schnell konkrete Züge an.

Aus dieser Zeit ist Sue Birtwistle ein amüsantes Telefonat in Erinnerung. Ein potentieller amerikanischer Produzent rief sie eines Tages an und meinte:  

Wir sind darin interessiert, 1 Millionen Pfund in Pride & Prejudice zu investieren. Können Sie mir vielleicht sagen, wer das Buch geschrieben hat?

Sue ging davon aus, dass man natürlich bei einer solch angedachten Investition Jane Austens Buch bereits gelesen hatte und nun wissen wollte, wer den Roman adaptiert hat und sagte:
Andrew Davies, und fügte noch hinzu: Nach dem Roman.

Der Amerikaner war verwirrt: Roman? Welcher Roman?

Sue: Ähm... na ja, der Roman. Von Jane Austen!

Der Produzent: Wie buchstabiert man das?

A.U.S.T.E.N

Jetzt war der amerikanische Produzent tatsächlich sehr interessiert:
Verkaufen sich ihre Bücher gut?

Ähm ... ja, sehr gut.

Wieviele Bücher hat sie denn bisher verkauft?

Sie meinen, alle zusammen?  

Yeah. Seit Beginn der Veröffentlichung.

Äh... seit ... ähm ... seit 1813?

Lange Pause.

Sie meinen, sie ist tot?

Nochmal Pause.

Dann wird sie wohl nicht für eine Signierstunde zur Verfügung stehen?

 

 

Pride & Prejudice 1995 - Das Drehbuch